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Ein Ausflug in den Waldgarten

Am vergangenen Mittwoch stürmten 35 Kinder zwischen 6 und 10 Jahren nach einer Wanderung durch die Felder in den Waldgarten. 33 von Ihnen waren im Ferienprogramm der Pestalozzischule und begierig, das neue Projekt zu beforschen. Am Vortag hatten wir schon erklärt, worum es in einem Waldgarten geht: In mehreren Etagen werden essbare Früchte angebaut, wobei sich die Pflanzen gegenseitig ergänzen. Die Bäume sind noch jung („Kinderbäume“) und Früchte nicht überall zu sehen, aber vieles kann man erkennen oder erraten. In Gruppen mit Stift und Papier wurde notiert, welche Früchte in welcher Etage des Waldgartens wachsen und dabei gab es manche Überraschungen. Rosenkohl zum Beispiel hatten viele Kinder noch nie an der Pflanze gesehen. Auch dass Erdbeeren wirklich am Boden wachsen und wie Salbei riecht, war für manche Kinder neu. Eine besondere Auberginenart ähnelt einer Tomate, aufgrund der grünen Streifen wurde sie sogleich zur Tigeraubergine ernannt. Sehr erstaunt erfuhren die Kinder, dass man viele Blätter und Blumen unmittelbar essen kann und dass sie sehr interessant schmecken: Cosmeen, Kapuzinerkresse, wilde Rauke. Nach einer Picknickpause ging es ans Arbeiten. Eine Gruppe legte eine neue Obstbaumlebensgemeinschaft an: Pappe dick um den jungen Baum auf die Grasnarbe legen, viele Schubkarren mit Komposterde holen und darauf verteilen, dann der Jahreszeit entsprechend Feldsalat darauf säen, vorsichtig einarbeiten und wässern. Eine andere Gruppe sammelte Samen von Ringelblumen und Sonnenblumen und füllte sie in vorbereitete Tütchen ab. Eine dritte Gruppe schnitt von den Erdbeermutterpflanzen die Tochterpflänzchen ab und setzte sie in Blumentöpfe, für jedes Kind einen. Am Schluss, als alle etwas erschöpft von der Sonne und den vielen Eindrücken waren,  gab es noch Spiele: Schubkarrenrennen, unter dem Seil durch laufen, Hula Hoop Wettbewerb, Holunderpfeifen schnitzen, und wer ganz erschöpft war, konnte einfach etwas malen. Alle Kinder gingen mit zufriedenen Gesichtern und jeweils einem Samentütchen und einer Erdbeerpflanze nach Hause. Mit einem sehr netten Bild haben sie sich bei uns für den Tag bedankt! In den kommenden Jahren können sie verfolgen, wie sich der Waldgarten weiter entwickelt, können mehr über Pflanzen, Naturschutz und verantwortliches Handeln lernen, denn wir werden sie sehr gern wieder einladen.assets/images/Kernzeitkinder 4.JPG

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Wintergemüse

Grünkohl, Palmkohl, Kalette, Wirsing, Rosenkohl, Sprossenkohl, Brokkoli, Zichorien wie Radicchio, Grumolo green und red oder Chicorée, Feldsalat, Winterpostelein, Winterkopfsalate, Asiasalate, Mizuna, Stielmus, Pak Choi, Tatsoi, Ruccola, Kerbel, Koriander, Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzel, Winterporree, Frühlingszwiebeln, Rote Rüben, Herbstrübchen, Steckrüben, Lagerkürbisse, Lagerzwiebeln, Knoblauch,…

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Ein Dankeschön den Spendern

Wie konnten wir nur so schnell so viele Bäume und Büsche bekommen? Einen großen Teil hat uns die Gemeinde Edingen-Neckarhausen zur Verfügung gestellt, die den Verein sehr unterstützt. Herzlichen Dank dafür! Der Waldgarten wird die Gemeinde auch um ein weiteres Biotop bereichern und den Kindern der Gemeinde Anschauungsunterricht über viele Prozesse der Natur ermöglichen, da sind wir sicher.

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Wem gehört das Land?

In unserer Zeit ist Boden/ Land weltweit weitgehend in Privatbesitz, das bedeutet, es kann gekauft und verkauft werden. Dabei ist der Preis, der zu zahlen ist, abhängig davon, wie begehrt dieses bestimmte Stück Land ist. Dementsprechend ist der Boden in den am dichtest bevölkerten Städten am teuersten. Das war nicht immer so.

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