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Der Kakibaum

Der Kakibaum

Alle Baumfrüchte sind abgeerntet, auf den Beeten wachsen nur noch wenige winterharte Gemüse. Alle Baumfrüchte? Nein, in einer Ecke findet sich ein Baum, der nur noch sehr wenige Blätter aufweist, aber dicke gelbe Früchte: der Kakibaum. Er ist nicht heimisch, gibt uns aber die Möglichkeit, eine neue Geschmacksrichtung auszuprobieren, ohne Flugzeuge zur Einfuhr nutzen zu müssen. Kakibäume stammen aus Asien, werden aber auch in Nordamerika angebaut. Sie sind als größere Bäume begrenzt winterhart, lieben es aber, wenn sie an Hauswänden gepflanzt werden. Die Früchte reifen sehr spät, im Oktober oder November. Im unreifen Stadium schmecken sie bitter, aber mit der Reifung bauen sich die Bitterstoffe ab. Kakis haben aufgrund ihres hohen Zuckergehalts (bis zu 20 Prozent) einen hohen Nährwert und sind sehr ballaststoffreich. Sie enthalten neben Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen viel Provitamin A und Vitamin C. In der chinesischen Medizin wird den Früchten eine hohe Heilkraft zugesprochen: Sie sollen gegen Magen- und Durchfallerkrankungen helfen und auch den Blutdruck senken. Die Bäume sind selbstbefruchtend, aber sie fruchten noch besser, wenn es einen zweiten Baum in der Nähe gibt. Unser Baum steht jetzt im dritten Jahr im Waldgarten und hat reichlich Früchte. Offensichtlich sind sie schon teilweise süß, weswegen sich auch die Sittiche aus dem Schlossgarten darüber hermachen. Der Baum hat nun ein Netz bekommen, denn wir möchten auch noch etwas ernten. Was kann man mit den Früchten machen? Am besten lässt man sie noch etwas nachreifen, bis sie weich sind (gern im Beisein von Äpfeln). Dann kann man sie roh essen, sie sind saftig und süß und schmecken ähnlich wie Pflaumen. Als Kompott zubereitet oder auf einer Tarte sind sie lecker. Mit Kürbis zusammen ergeben sie eine leckere Suppe und eine nette Variante der Kürbissuppe in dieser Jahreszeit. Neuerdings kann man die Früchte auch im Supermarkt kaufen. Aber selbst angebaut schmecken sie natürlich besser und man vermeidet Transportkosten. Wir lieben im Allmende-Waldgarten natürlich die alten Fruchtsorten, die man eher selten kaufen kann. Aber gelegentlich finden wir auch solch eine neue Obstsorte spannend und freuen uns über den Ertrag zu einer Jahreszeit, in der sonst keine Früchte auf den Bäumen mehr sind. 

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Wintergemüse

Grünkohl, Palmkohl, Kalette, Wirsing, Rosenkohl, Sprossenkohl, Brokkoli, Zichorien wie Radicchio, Grumolo green und red oder Chicorée, Feldsalat, Winterpostelein, Winterkopfsalate, Asiasalate, Mizuna, Stielmus, Pak Choi, Tatsoi, Ruccola, Kerbel, Koriander, Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzel, Winterporree, Frühlingszwiebeln, Rote Rüben, Herbstrübchen, Steckrüben, Lagerkürbisse, Lagerzwiebeln, Knoblauch,…

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Wem gehört das Land?

In unserer Zeit ist Boden/ Land weltweit weitgehend in Privatbesitz, das bedeutet, es kann gekauft und verkauft werden. Dabei ist der Preis, der zu zahlen ist, abhängig davon, wie begehrt dieses bestimmte Stück Land ist. Dementsprechend ist der Boden in den am dichtest bevölkerten Städten am teuersten. Das war nicht immer so.

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Ein Dankeschön den Spendern

Wie konnten wir nur so schnell so viele Bäume und Büsche bekommen? Einen großen Teil hat uns die Gemeinde Edingen-Neckarhausen zur Verfügung gestellt, die den Verein sehr unterstützt. Herzlichen Dank dafür! Der Waldgarten wird die Gemeinde auch um ein weiteres Biotop bereichern und den Kindern der Gemeinde Anschauungsunterricht über viele Prozesse der Natur ermöglichen, da sind wir sicher.

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